mumlade

Montag, 18. Juni 2018 - 06:16 Uhr
Aufwachen.

"Wie schön es ist aufzuwachen und zu leben." hörte ich neulich von einer älteren Dame und tatsächlich, das Leben ist zu kurz und birgt ebenso viel Freude wie Risiken um es mit Lethargie oder Negativität zu verschwenden.

Auch wenn wir jeder einzelne "mehrere" sind, mal liebenswert und mit guter Stimmung fest im Leben verankert, mal kummervoll und zurück gezogen im Dunkeln der Seele gefangen, bietet dieser Facettenreichtum unzählig viele Gründe lebendig und offen das Leben jeden einzelnen Tag auszukosten.

Wir können immer wählen und jeden Tag auf's Neue das Lichtlein in uns anzünden oder es abgeschaltet lassen um im Rückzug neue Kraft zu tanken. Ein Funktionieren und aufrecht bleiben müssen geht nur eine gewisse Zeit lang, bis uns das echte Innere unseres Selbst sagt: " Sei einfach ehrlich zu dir, wach auf und lebe."

Mittwoch, 13. Juni 2018 - 07:28 Uhr
Neues.

Nebenbei läuft die Musik zu einem meiner Lieblingsfilme.

Weit.

Gwen und Patrick haben es gemacht und weltumspannend, inspirierend und unglaublich geerdet ihren Weg erkundet.
Zufälle aus denen Begegnungen für das Leben wurden.
Eine Reise in Neues, Unbekanntes und doch so vertraut Menschliches.

Sehnsucht Abenteuer.

Nachdem eben meine neue Shiatsu-Post fertig geworden ist, der Sommer mit Angeboten und Plänen gefüllt ist, lehne ich mich zurück und erkenne, wie wichtig für mich Inspirationen sind. Inspiratio (lat.) bedeutet einhauchen, beseelen...

Wer inspiriert ist, spürt das Innerste. Es ist nichts weniger als unsere Seele, die wir spüren, wenn wir kreativ sind.

Danke all meinen Begleitern, die mich inspirieren und das Neue formen, mich weiter bringen und wachsen lassen. Es macht unendlich viel Freude!

Montag, 11. Juni 2018 - 06:09 Uhr
Atemzüge des Lebens

Freud und Leid liegen bekanntlich nah beieinander und so fand ich mich nach Verabschiedung meiner geliebten Oma vergangenes Wochenende bei einer Traumhochzeit hoch über Wien wieder.

Die Worte der Standesbeamtin über Liebe und die Zutaten für ein erfülltes Miteinander berührten mich sehr. Das Wichtigste, meinte Sie, sei ein großer Koffer Humor und der gegenseitige Respekt.

Wie selten gibt es das. Respekt.

Ob in der Zweierbeziehung, im familiären Miteinander, in der beruflichen Zusammenarbeit, mit anderen Kulturkreisen oder im Alltag. Respekt basiert auf Wertschätzung und sollte die Basis für jeden Umgang sein. Respekt führt zu Toleranz und mehr Toleranz bringt Gelassenheit.
Vorurteile oder Missverständnisse hätten im Grunde genommen keinen Platz mehr mit ein wenig mehr Respekt und Toleranz.

Möge die Liebe und der Respekt immer mit uns sein.

Donnerstag, 7. Juni 2018 - 07:41 Uhr
Lebensringe

Meine geliebte Oma hatte einen sehr lebendigen Zugang zur Natur, zu allem, das mit dem Zyklus der Jahreszeiten wachsen konnte. Ganz besonders erfreuten sie Blumen und alles Blühende.

Mein Zugang zum Abschiednehmen ist ein etwas anderer als die herkömmlichen über Begräbnis und Esserei im Kreise der Mittrauernden.

Ich ging mit ihr noch einmal in ihren Garten, machte einen Spaziergang durch die Straßen ihres Heimatortes und widmete mich Erinnerungen und schönen Bildern, die ich mit ihr verbinde.

Einzig die Worte der Pfarrerin berührten mich in einer besonderen Weise, inspirierten mich und luden mich ein, mit dem Vorbild meiner Oma weiter zu leben. Nicht jammern, sondern das Leben mit all seinen Facetten annehmen, immer das Gute in allem suchen und mit Disziplin und Ausdauer die Herausforderungen meistern, waren ihr Weg, den sie unermüdlich bis zuletzt ging.

Monika Specht-Tomann und Doris Tropper finden in ihrem Buch "Bis zuletzt an deiner Seite" auch Berührendes, Bewegendes und Möglichkeiten das Sterben als Weg ins Licht zu sehen.

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn." Rilke, R.M.

Mittwoch, 30. Mai 2018 - 06:16 Uhr
Verabschieden.

"Auch, wenn es von einem Menschen, der so ein stolzes Alter erreichen durfte, vielleicht etwas "leichter" ist Abschied zu nehmen, da es ein kleiner Trost ist, wenn man weiß, dass ein erfülltes Leben gelebt wurde und man bei älteren Leuten eher damit rechnet, dass es eines Tages soweit ist, so ist es doch für die Hinterbliebenen immer eine Situation die Gefühle und Emotionen auslöst, die man vorher nicht vorhersehen kann. Man bleibt doch ein ganzes Leben lang Kind, Enkelkind, Urenkel genauso wie Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern und die Tatsache des Abschiednehmens auf dieser Welt lässt Erinnerungen und die Vergangenheit wieder präsenter in den Alltag treten."

Eine sehr lieb gewonnene Klientin, die selbst wohl den größten Verlust erlebt hat, den eines eigenen Kindes, fand berührende Worte zum Abschied meiner geliebten Großmutter, die bis zuletzt ihren starken Willen durchgesetzt hatte und vor wenigen Tagen im stolzen Alter von 93 Jahren endgültig eingeschlafen ist.

Auch wenn es vorgegebene Bräuche zum Verabschieden von Menschen gibt, habe ich meinen eigenen Zugang gewählt und erlebe diese Tage als ein noch einmal bewusst machen, welch einzigartiger besonderer Mensch meine Oma war und wie stark sie bis zuletzt ihre Würde, ihre Stärke und ihre Besonderheiten gelebt hat. Ein Vorbild und Herzensmensch zu dem ich auch mit der großen Entfernung ein sehr inniges Verhältnis hatte, eine Verbundenheit, die auch nach dem Loslassen immer erhalten bleibt.

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